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14.Deutscher Pferderechtstag am 16.3.2018 in Köln



Bereits zum vierzehnten Mal treffen sich Deutschlands Pferderechtsanwälte auf dem zentralen Deutschen Pferderechtstag ,der führenden Fach - und Fortbildungsveranstaltung für Rechtsanwälte mit Spezialisierung auf Pferderecht sowie für Pferdesachverständige und Pferdefachtierärzte mit Interesse an juristischen Fachfragen. Zu diesem Fachkongress kommen Teilnehmer aus der gesamten Bundesrepublik, der Schweiz den Niederlanden und Österreich. Traditionell beginnt das Programm bereits am Vorabend mit dem Pferderechtsabend. 2018 findet dieser in Kooperation mit dem Direktorium für Vollblutzucht und Rennen auf dem traditionsreichen Vollblutgestüt und Rennstall Röttgen am 15.3.2018 statt

Der Kongress in Köln am 16.3.2018 wird schon traditionell eröffnet von Prof. Dr. Ansgar Staudinger, der die über das Jahr gesammelten Entscheidungen mit besondere Bedeutung für den Pferdehandel präsentieren wird und die Auswirkungen auf die Vertragsgestaltung und  die Anwendung von rechtssicheren Klauseln für die Praxis. Der steigende Ex- und Import von Pferden gibt Anlass, das internationale Pferdekaufrecht zu vertiefen und dabei insbesondere Vor- und Nachteile der Anwendung des UN - Kaufrechts (CISG) zu erörtern. Rechtsanwalt Prof.Dr.Burghard Piltz als ausgewiesener Experte (und selbst Pferdezüchter) wird dazu aus der Praxis Stellung nehmen mit entsprechenden Empfehlungen für die Vertragsgestaltung. Pferdehaltung ist kein nine to five Job sondern 24 Stunden 7 Tage die Woche. Das stellt viele Pferdebetriebe,Reitvereine und Pferdekliniken mit ihrem Personal vor besondere arbeitsrechtliche Probleme. Der bekannte Arbeitsrechtlicher und Rechtsanwalt Prof.Dr.Thomas Kania wird den Teilnehmern dazu praxisorientierte Beratungsansätze vorstellen zur Vermeidung kostenträchtiger Fallstricke ihrer Mandanten. Einmal vor Gericht sind Pferderechtsfälle insbesondere  bei Rückabwicklungen von Kaufverträgen zeitlich nie einschätzbar und es vergehen durch die Instanzen oft Jahre, bis über das streitbefangene Pferd entschieden wird. Wissenschaft und Praxis fordern schon länger schnellere und praktikablere außergerichtliche Lösungsansätze, schon aus tierschutzrechtlichen Gründen. James Menz vom Deutschen Sportschiedsgericht und stellvertretender Generalsekretär des DIS in Köln wird den Teilnehmern  verfügbare Optionen vorstellen u.a. auch das sogenannte fast track Verfahren. Die Haftungsrisiken für Pferde haltende Betriebe für ihr Futter ist zuletzt durch die Rechtsprechung des BGH hinsichtlich der Umkehr der Beweislast deutlich verschärft worden. Auch das Thema Doping durch Futtermittel ist hochaktuell und birgt erhebliche Risiken. Prof.Dr.Dirk Winter als ausgewiesener Pferdefütterungsexperte und Dekan für Pferdewirtschaft (Nürtingen) wird diese Thematik für die Teilnehmer anschaulich vertiefen. Ab dem 25. Mai 2018 gilt die neue Datenschutzgrundverordnung und ein neues Bundesdatenschutzgesetz mit erheblichen Änderungen für die Zulässigkeit der Datenverarbeitung und der Datenschutzorganisation im Betrieb. Verstöße sind mit sehr hohen Bußgeldern sanktioniert, die auch die Pferdebranche betrifft. Prof.Dr.Rolf Schwartmann ,Leiter der Forschungsstelle Medienrecht an der TH Köln und Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft für Datenschutz und Datensicherheit e.V. wird den Teilnehmern den konkreten Handlungsbedarf erläutern und effiziente Praxishilfen für die proaktive Beratung verfügbar machen.

Der Kongress ist thematisch auch 2018 wieder sehr umfangreich und intensiv für direkte Umsetzung in der Praxis, nicht nur für Pferdejuristen..

Weitere Informationen findet man im Internet unter www.pferderechtstag.de

in Kooperation mit der Deutschen Anwalt Akademie Berlin

13. Deutscher Pferderechtstag

10.3.2017 in Bremen

Bereits zum dreizehnten Mal trafen sich Deutschlands Pferderechtsanwälte auf dem zentralen Deutschen Pferderechtstag ,der führenden Fach - und Fortbildungsveranstaltung für Rechtsanwälte mit Spezialisierung auf Pferderecht sowie für Pferdesachverständige und Pferdefachtierärzte mit Interesse an juristischen Fachfragen entwickelt. Zu diesem Fachkongress kamen fast zweihundert Teilnehmer aus der gesamten Bundesrepublik, der Schweiz den Niederlanden und Österreich. Traditionell beginnt das Programm bereits am Vorabend mit dem Pferderechtsabend. Dieses Jahr waren die Teilnehmer zu Gast im Pferde Zentrum in Vechta und wurden dort vom Verband des Oldenburger Pferdezuchtverbandes herzlich empfangen. Der Zuchtleiter des Verbandes Dr. Wolfgang Schulze-Schleppinghoff informierte die Teilnehmer in einem spannenden Vortrag über die Zukunft der Pferdezucht mit neuen Ansätzen zur genomischen Selektion und der linearen Beschreibung von Pferden. Unter anderem wies Dr. Schulze-Schleppinghoff auf eine dafür neu gegründete Gesellschaft des Verbandes hin, die den bereits hohen Marktanteil der Oldenburger Pferdezucht mit den vorgestellten innovativen Methoden weiter entwickeln soll. Bei Oldenburger Spezialitäten diskutierten die Teilnehmer und Gastgeber intensiv hippologische Themen in bester Stimmung.

Dr. Wolfgang Schulze-Schleppinghoff


Der Kongress am 10.3.2017 in Bremen wurde eröffnet von Prof. Dr. Ansgar Staudinger, der die über das Jahr gesammelte Entscheidungen mit besondere Bedeutung für den nationalen und internationalen Pferdehandel präzise und verständlich vortrug. Dabei wurde u.a. verdeutlicht, was schon aus dem Webauftritt von Pferdeanbietern für Haftungsrisiken entstehen können, etwa mit Blick auf den Gerichtsstand und sogar auf das unter Umständen anwendbare Recht eines Käufers aus dem Ausland. Dabei wurde auch deutlich auf den immer wieder vom EuGH postulierten Verbraucherschutz hingewiesen, dessen Urteile dann auch national auf den BGH Auswirkungen hat. Auch grenzüberschreitende Probleme aus dem Versicherungs- und Haftungsrecht sowie Klauselverbote und Einzelfälle aus dem Kaufrecht und dem Tierarzthaftungsrecht wurden anhand konkreter Urteile ausgeführt.

Prof. Dr. Ansgar Staudinger

Anschließend erläuterte die Vorsitzende Richterin am 8. Zivilsenat (Kaufrechtssenat) des BGH, Frau Dr. Karin Milger die Rechtsprechung ihres Senats und die Auswirkungen auf den Handel mit Pferden in Deutschland. Dabei wurden besonders die Leitsatzentscheidungen zur Beweislastumkehr beim Pferdekauf nach dem letztjährigen Urteil des EuGH mit der gravierenden Änderung der Rechtsprechung des BGH erläutert ebenso wie die vom 3. Zivilsenat entschiedene Beweislastumkehr beim Dienstvertrag in Verbindung mit Beritt. Frau Dr. Milger informierte zudem über Sachverhalte von Fällen mit Pferden , die noch dieses Jahr von ihrem Senat entschieden werden und wohl weitere Auswirkungen auf den Pferdehandel haben werden.

Dr. Karin Milger

Dann wurden auf diesem interdisziplinären Kongress tierärztliche Spezialthemen behandelt. Prof. Dr. Harald Sieme von der Tiho Hannover befasste sich als Reproduktionsmediziner mit Haftungsfeldern von der Besamung über die Trächtgkeitsuntersuchung bis zum Embyotransfer. Der Vortrag war auch für Juristen sehr anschaulich und verständlich, was übrigens auch für die juristischen Vorträge für die teilnehmenden Pferdefachtierärzte galt.

Prof.Dr.Harald Sieme

Der leitende Veterinär der Landwirtschaftskammer Oldenburg Dr. Karsten Zech befasste sich dann mit dem Thema Tierschutzrecht in der Praxis mit Pferden. In einem sehr engagierten Vortrag mit z.T. drastischen Bildern aus der Praxis appelierte der sehr engagierte Pferdemann und Tierarzt für mehr proaktiven Tierschutz bei der Haltung und dem Umgang mit Pferden und postulierte u.a. die Notwendigkeit sich mindestens mit den aktuellen Leitlinien zur Haltung von Pferden zu befassen. Damit sprach er allen Teilnehmern aus dem Herzen, was durch besonders langanhaltenden Applaus des Auditoriums zum Ausdruck kam.

Dr.Karsten Zech

Rechtsanwalt Dr. Georg Krafft aus München als Experte für Verkehrssicherungsplichten erläuterte dann die Grundlagen und Auswirkungen von Verkehrssicherungspflichten mit klar strukturierten Vorgehensweisen zur ex - ante Risikoidentifikation und daraus folgenden Haftungsvermeidungsstrategien. Der launige und präzise Vortrag war für alle Teilnehmer ein exzellentes juristisches Repetitorium mit erheblichem Potenzial für weitere proaktive Beratung von Pferdebetrieben, verständlich auch für Nichtjuristen im Saal.

RA Dr.Georg Krafft

Die auf dem Kongress behandelte Themenvielfalt und die aktiven Referenten wurden von allen Teilnehmern bestens bewertet einschließlich der Verpflegung im Tagungshotel.

Nach dem Kongress waren über vierzig Teilnehmer noch zu einem Breeders Meeting in Oldenburger Pferdebetrieben eingeladen. Vorgestellt wurden das Dressurpferdezentrum Lodbergen in Löningen, der Sportpferdebetrieb Böckmann in Lastrup sowie das Gut Füchtel in Vechta des Grafen von Merveldt. Dabei wurden den Teilnehmern nicht nur unterschiedliche Betriebe und besondere Pferde vorgestellt sondern vor allem die professionellen Haltungs- und Ausbildungskonzepte der Betriebe erläutert.

Dressurpferdezentrum Lodbergen

Sportpferde Böckmann Lastrup

Gut Füchtel Vechta

Die Teilnehmer waren begeistert von dieser hippologischen Rundfahrt und werden das Oldenburger Zuchtgebiet in eindrucksvoller Erinnerung behalten wie die gesamte diesjährige Veranstaltung des 13. Deutschen Pferderechtstages.

Wir waren dabei !!

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